185 Jahre Schopmann – Eine kleine Chronik

  • 1823 beginnt der Zimmerergesell und Krüger (Schankwirt) Wilhelm Christoph Heinrich Schopmann im niedersächsischen Stade mit privaten Versteigerungen u.a. von ganzen Schiffsladungen.

  • 1828 zieht Wilhelm Schopmann nach Hamburg und eröffnet sein erstes Geschäftslokal als „Mobilienhandlung“ an der Niedernstraße 1. Dort werden hauptsächlich Möbel und Hausrat verkauft und versteigert.

  • 1836 eröffnet Wilhelm Schopmann eine erste Filiale an der Brauerstraße 37.

  • 1842 erhält Wilhelm Schopmann aufgrund langjähriger Erfahrung und tadelloser Reputation die Ernennung zum öffentlich bestellten und vereidigten Taxator der Stadt Hamburg. Im selben Jahr verlegt er seinen Geschäftssitz an die Brauerstrasse 37 und gibt die Niedernstraße auf.

  • 1869 gründet Wilhelm zusammen mit seinem Sohn Paridom die Handelsgesellschaft „W.C.H. Schopmann & Sohn“. Zwischen 1869 und 1890 werden Vater oder Sohn regelmäßig als einer von lediglich fünf zugelassenen amtlichen Auktionatoren der Stadt Hamburg gewählt.

  • 1924 verlegt W.C.H. Schopmann & Sohn seinen Geschäftssitz an den Speersort 24. Bis zum zweiten Weltkrieg existieren zeitweilig Filialen in der Gerckenstwiete 11, Bahnhofstr.7, Lilienstraße 19, Spaldingstraße 155 und Hallerstraße 4.

  • 1924 ist in der dritten Generation Wilhelm Christoph Heinrich Schopmann Eigentümer von W.C.H. Schopmann & Sohn, „Taxator und Auktionator der Eisenbahndirektion“ sowie Sachverständiger der neugegründeten Detaillistenkammer, der zuständigen Kammer für den Einzelhandel.

  • 1930 wird Alfred Richard Heinrich Schopmann Eigentümer von W.C.H. Schopmann & Sohn in vierter Generation.

  • 1933 weist W.C.H. Schopmann & Sohn im Briefkopf auf sein inzwischen 110-jähriges Bestehen hin.

  • 1937 erfolgt der Umzug des Auktionshauses in die Räumlichkeiten des ehemaligen Tanzpalastes „Trocadero“ in den Hohen Bleichen.

  • 1946 versteigert Schopmann im Auftrag der Engländer Traktoren und Lastwagen aus Wehrmachtsbeständen. In den folgenden Jahren erreicht das Auktionshaus mit spektakulären Versteigerungen überregionale Bedeutung. Hervorzuheben wären die Versteigerungen des Inventars der Willy Schlieker Werft auf Steinwerder 1963 sowie die Schiffseinrichtung des Luxusliners „Hanseatic“ 1967.

  • 1980 stirbt Alfred Richard Heinrich Schopmann, der letzte männliche Namensträger der Familie. Er hatte das Auktionshaus 50 Jahre geleitet, mit Geschick die nationalsozialistische Zeit überstanden und seine Bedeutung weit über Hamburgs Grenzen hinaus getragen. In seine Zeit fallen mehr als 3000 Versteigerungen, die in ihrer Prominenz und Vielfältigkeit in Deutschland ihresgleichen suchen. Mit seinem Tod übernimmt die Witwe Carla Sophie Schopmann das Auktionshaus.

  • 1982 verkauft Carla S. Schopmann Geschäftsanteile an den langjährigen Mitarbeiter Hans Willy Studt, der drei Jahre später W.C.H. Schopmann & Sohn ganz übernimmt.

  • 1986 verkauft H.W. Studt das Auktionshaus an den Kunsthändler Ralf-Matthias Kuball. Der Tradition des Hauses verbunden, baut R.-M. Kuball das Geschäft in den Hohen Bleichen kontinuierlich aus.

  • 1987 erfolgt die Einrichtung einer exklusiven Schmuckabteilung mit kompetenten Fachberatern. Schopmann ist das erste Unternehmen, das Einzelhandelskaufleute mit Schwerpunkt Kunst & Antiquitäten ausbildet.

  • 1991 beginnt die wissenschaftliche Bearbeitung der Auktionskataloge.

  • 1993 feiert Schopmann sein 170-jähriges Firmenjubiläum mit einer großen Auktion, auf der internationale Spitzenobjekte erfolgreich vermarktet werden.

  • 1996 erfolgt der Umzug in das Hamburger Pressehaus, Speersort 1.

  • 2000 wurde das bisher als Personengesellschaft betriebene Unternehmen in die Kapitalgesellschaft „Schopmann GmbH“ überführt.

  • 2001 tritt der Betriebswirt und Immobilienmakler Lars Axendorf als weiterer geschäftsführender Gesellschafter in die Schopmann GmbH ein. Gemeinsam mit R.M. Kuball wird intensiv an der Neuausrichtung des Unternehmens gearbeitet, um den Namen Schopmann stärker als bisher als Marke auf dem Markt zu etablieren. Hochwertige Immobilien werden im Rahmen eines eigenen Immobilienshops mit in das Angebot aufgenommen.

  • 2002 veranstaltet Schopmann Previews mit Fachvorträgen, die mit den Waren- und Dienstleistungen des Hauses in Verbindung stehen.

  • 2003 scheidet Ralf-Matthias Kuball aus der Schopmann GmbH aus und Lars Axendorf wird alleiniger geschäftsführender Gesellschafter.

  • 2008 verkauft Lars Axendorf das Auktionshaus an die Unternehmerin und Diplom Betriebswirtin Silvia Wanagat. Erstmalig in der Geschichte des Hauses Schopmann liegen damit die Geschicke der Firma in den Händen einer Frau, die das Unternehmen nicht im Erbgang, sondern durch Kauf erworben hat.

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